Die Tage werden kürzer und kühler, die Getränke heißer. Was wärmt Leib und Seele besser, als ein Häferl Glühmost oder alkoholfreier Fruchtpunsch. Aus heimischen Zutaten wie Most, Fruchtsäften, Trockenobst und Sirupen lassen sich in Kombination mit duftenden Gewürzen eine unglaubliche Vielfalt an neuen wärmenden Geschmackserlebnissen zaubern. Die Natur ruht – der Mensch genießt. Vielleicht bedanken wir uns beim nächsten Winterspaziergang bei unseren Obstbäumen, was sie uns alles an Seelenwärmern liefern. Danke, lieber Birn- und Apfelbaum…

Glühmost mit dem „prämierten oö Jungmost“ ist ein besonderer Genuss Bild: Puntigam Birgit

Tipps für die Herstellung von regionalen Heißgetränken von Romana Schneider-Lenz, LK Oberösterreich

  • Mischen Sie Ihren „Seelenwärmer“ am besten selbst. Nur so, wissen Sie auch wirklich was drin ist. Fertig gekaufte Mischungen aus dem Handel (Punsch, Glühwein, Jagatee etc.) bestehen sehr oft aus minderwertigen Alkoholika und künstlichen Aromen.
  • Innovative bäuerliche Obstproduzenten bieten seit einiger Zeit ausgezeichnete fix-fertige Glühmoste bzw. alkoholfreien Fruchtpunsch an. Hier werden nur beste und „echte“ Zutaten verwendet. Diese Produkte sind auch ein nettes Mitbringsel in der Vorweihnachtszeit.
  • Nur gute Grundprodukte geben auch ein gutes Endprodukt. Verwenden Sie beste Moste, Säfte etc. aus der Region.
  • Beim Süßen kann man anstelle von Honig oder Zucker auch mit Kräutersirupen (Holunderblüten-, Rosenblüten-, Löwenzahnsirup etc.) verwenden – bringt neue Aromen und kulinarische Abwechslung. Wer gerne eine leichte Karamellnote haben möchte, kann anstelle von Kristallzucker auch heimischen Voll-, Braun- oder Kandiszucker verwenden.
  • Auch Trockenfrüchte wie Kletzen, Apfel-, Quitte- oder Birnenstücke, Dörrzwetschen, Wildfrüchte bringen natürliche Fruchtsüße und feine Geschmacksnuancen.
  • Abgerundet wird mit Gewürzen wie Zimtstangen, Sternanis, Gewürznelken, Vanilleschoten, Kardamon, Saft und Schale von unbehandelten Zitrusfrüchten etc.
  • Die Mühlviertler Bergkräuter bieten ein sehr harmonisches Glühmostgewürz an – sehr empfehlenswert.
  • Gewürze in einem Teefilter oder Teeei mitkochen – so ersparen Sie sich das lästige „Ausfischen“.
  • Wer es gerne „geistig“ mag, kann mit regionalen Bränden bzw. Likören je nach Grundgeschmack verfeinern. Immer erst zum Schluss dazugeben, damit Aroma und Alkohol nicht verfliegt.
  • Bei der Zubereitung von Heißgetränken sollten Sie darauf achten, dass die Zutaten nur erwärmt (ziehen), aber nicht sprudelnd gekocht werden, damit Aroma und Geschmack der Früchte und Gewürze erhalten bleiben.
  • „Reste“ von Glühmost, Apfelpunsch & Co verfeinern mit herb-süßen Aromen feine Torten, Kuchen, Cremes, Parfaits usw.
  • Glühmost hat nur halb so viel Alkoholgehalt wie üblicher Punsch, ist sozusagen klimaschonend und schmeckt nach mehr.
  • Experimentierfreudige Genießer können ihren eigenen “Christkindlpunsch“ kreieren. Hier gilt: Erlaubt ist, was schmeckt! Lassen Sie sich inspirieren von der oberösterreichischen Fülle an Obstprodukten.

Hier geht es zu den Rezepten: